Der Mond-Mythos | Teil 3

Das nächste Update zu meinen Aussaaten kommt etwas zu spät. Ja, ich weiß, Entschuldigung.

ABER – ich habe mich dazu entschieden, mit der nächsten Aussaat noch eine Weile zu warten. Die Ergebnisse der ersten Ausaat waren einfach nicht aussagekräftig genug, um etwas über den „Mond-Mythos“ auszusagen – denn ich habe einige Fehler gemacht.

Anfangs dachte ich, so eine Aussaat könnte ja nicht so schwer sein, und habe einfach alles gesät, was ich interessant fand. Ein schwerer Fehler, denn erstens habe ich die richtigen Aussaatzeitpunkte nicht beachtet, und zweitens stimmte die Keimtemperatur nicht. Manche meiner Aussaaten keimten deshalb gar nicht, während andere zwar austrieben, jedoch dann den kurzfristigen Hungertod erleiden mussten. Gärtnern ist also doch komplizierter als gedacht – und vor allem mit sehr viel Erfahrungswissen verbunden. Deshalb habe ich mich entschieden, diese Erfahrung zu nutzen, und heute noch einmal auszusäen.

Der aktuelle „State of the Art“

So sehen meine Aussaaten aktuell aus. Die Zucchinis ganz links sind riesig geworden – vergeilt, etwas überhängend. Die Erdbeeren machen nach wie vor überhaupt nichts. Kurzzeitig streckte eine kleine Paprika ihr Köpfchen ans Licht, bevor sie sich dann dazu entschied, einen spontanen und erfolgreichen Suizid-Versuch zu begehen. Beim letzten Mal wucherte ja bereits eine Gurke, doch nachdem hier eine Zweite dazukam, entschied die Erste, das Zeitliche zu segnen – und zog die Zweite kurzerhand mit hinab.
Was bislang ganz gut funktioniert, sind die Chilis. Alle drei Samen haben gekeimt und befinden sich fröhlich im Wachstum. Ich werde sie heute vereinzeln und ihnen ihren eigenen Freiraum genehmigen.
Die eine Lauchzwiebel, welche schon beim letzten Mal vorsichtig wuchs, wächst immernoch. Super glücklich sieht sie dabei aber nicht aus. Wir warten und hoffen deshalb weiterhin.

Was ich falsch gemacht habe

Die von mir ausgesäten Gemüse- und Obstsorten brauchen sehr unterschiedliche Bedingungen. Während eine Gurke beispielsweise gern bei 24 Grad keimt, sollten es für die Paprika dann doch eher 16 Grad sein. Es überrascht demnach nicht, dass eigentlich keine Pflanze das optimale Wachstum zeigt. Außerdem war die Aussaat bei meinen Gurken und Zucchinis einfach viel zu früh, sodass die Zucchinipflanzen jetzt stark vergeilt sind und eine leicht gelblichee Farbe zeigen. Außerdem habe ich den Lichtbedarf der Pflanzen stark unterschätzt. Für ein optimales Wachstum werden täglich 16 Stunden Licht benötigt, bei mir kommen die Pflanzen aktuell, wenn es hoch kommt, auf 12 Stunden.

Das weitere Vorgehen

Seit einigen wenigen Tagen nimmt der Mond wieder ab. Das heißt, das Experiment geht ab heute in die nächste Runde – diesmal jedoch mit optimaleren Bedingungen. Mehr Licht, unterschiedliche Pflanzen an unterschiedlichen Standorten und düngen, düngen, düngen – damit die nächsten Pflanzen hoffentlich bessere Zustände bekommen. Außerdem werde ich dieses Mal auch Steckrosen sähen, die später den Balkon zieren sollen. Ich freue mich schon auf die Ergebnisse und werde berichten, sobald sich etwas ergibt – wir bleiben gespannt, ob diesmal, bei abnehmendem Mond, etwas Anderes passiert.

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