Der Mond-Mythos | Teil 1

Amateur-Gärtnern: Ein Experiment

Schon als Kind habe ich gerne gegärtnert, egal ob draußen oder im Zimmer. Seit einigen Jahren wächst meine Zimmerpflanzenkollektion nun konstant, ich sammle, vermehre, und tausche Ableger mit Gleichgesinnten. Auch mit den Kernen des Supermarktobsts habe ich es schon versucht, jedoch stellte sich dabei häufig heraus, dass manche Samen einfach nicht keimen wollen, und am Ende wächst irgendwie sowieso nie eine richtige Zitrone am selbst gezogenen Zitronenbaum. Vielleicht lag es auch an den Rewe-Zitronen, vielleicht gab es nicht genug Licht oder vielleicht habe ich mal vergessen, rechtzeitig zu gießen. Doch bei allen meinen Versuchen, die richtigen Bedingungen zum keimen zu schaffen, habe ich einen bestimmten Tipp nie beachtet.

Viele Hobbygärtner scheinen nämlich diese goldene Regel zu beachten:

Pflanze immer mit der Mondphase.

Das bedeutet, dass alles, was „nach oben“ wächst, bei zunehmendem und alles, was „nach unten“ wächst, bei abnehmendem Mond gepflanzt werden muss.

Kartoffeln gehören zu den Pflanzen, die „nach unten“ wachsen. Tomaten wachsen „nach oben“. Aber in nicht allen Fällen bin ich mir sicher, was genau nun anzuwenden ist. Wächst eine Lauchzwiebel denn nun nach oben oder nach unten? Die Zwiebel wächst nach unten, das Grün nach oben – ich gehe deshalb einfach mal davon aus, es ist gemeint, wo die Frucht wächst. Die Lauchzwiebel wächst also nach unten.  

Außerdem weiß ich wirklich nicht genau, ob ich dieser Regel Glauben schenken soll. Verändern die Mondphasen den Luftdruck, die Art der Sonneneinstrahlung, das Wetter? Wahrscheinlich irgendetwas davon, da kenne ich mich nicht so gut aus. Allerdings dachte ich, es wäre ja nicht so schwer, es einfach auszuprobieren. Deshalb habe ich heute, bei zunehmendem Mond, etwas gesät. Der nächste Vollmond ist am 27.02.2021, ich bin also beinahe schon etwas spät dran, aber naja.

Gesät habe ich die folgenden Obst- und Gemüsesorten:

– Paprika „Tuba“

– Zucchini „Leila“

– Lauchzwiebeln „Totem F1“

– Mini-Salatgurke „Salamanda“

– Erdbeeren „Toskana“

– Zwerg-Chili „Apache“

Laut meiner Auffassung wächst alles davon „nach oben“, außer die Lauchzwiebeln. Theoretisch müssten diese jetzt also nicht wachsen. Zur Sicherheit habe ich einfach mal zwei Töpfe damit besät.

Unten sind Bilder von meinem fertigen Gewächshaus. Das Haus wird an einem Südfenster stehen und deshalb reichlich Licht bekommen. Ich habe noch ein zweites Häuschen, dieses werde ich in zwei Wochen, wenn die Mondphase sich geändert hat, mit denselben Samen bepflanzen. Bis dahin halte ich hier einmal wöchentlich auf dem Laufenden, wie das Wachstum so klappt. Ich bin gespannt, ob ein Resultat erkennbar wird – würde mich auf jeden Fall sehr interessieren.

Falls Ihr Erfahrungen mit dem „Sähen nach Mondphase“ gemacht habt, schreibt mir doch gerne einen Kommentar – und vielleicht habt Ihr sogar eine Erklärung zu dieser Gärtnerregel parat?

Viele Grüße,

Eure Eva

Paprika, Chili, Mini-Gurke… wir sind gespannt.
Breschtleng. Man muss ja noch heimatverbunden bleiben. Man ignoriere den Schreibfehler bei „Zucchini“…

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